
In ländlichen Gebieten armer Länder sind die Menschen oft gezwungen, aus weit entfernten Brunnen das Wasser zu holen. Oder sie trinken es aus schmutzigen Tümpeln und Flüssen. Manchmal sind die Brunnen auch mit natürlichen Giftstoffen verseucht, wie zum Beispiel Arsen in Bangladesch. Zudem fehlt es oft an Toiletten, weshalb vielerorts das Wasser verunreinigt ist.
Die Folgen dieser Missstände sind eine Vielzahl gefährlicher Krankheiten. Vor allem Durchfall wird durch verschmutztes Trinkwasser verursacht. Es ist eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern in Afrika und Asien.
Genügend sauberes Wasser ist aber auch die Voraussetzung für Hygiene. Wo die Menschen aus Wassermangel Hände und Gesicht nicht regelmässig waschen, breiten sich Haut-, Augen- und andere Krankheiten aus.
Das SRK setzt sich deshalb im Rahmen seiner Gesundheitsprogramme für sauberes Trinkwasser und Hygiene ein. So unterstützt es die Bevölkerung in Nepal beim Bau von Brunnen und Wasserleitungen. Rotkreuzfreiwillige instruieren die Menschen in Kambodscha beim Filtern von verschmutztem Wasser. Sie klären in Mali und Togo über die Folgen von mangelnder Hygiene auf oder leiten die Dorfbevölkerung in Haiti beim Erstellen von Latrinen an. Denn Wasser und Hygiene sind wichtige Voraussetzungen für ein gesundes Leben.