
Afrikanische Länder sind von Infektionskrankheiten am schwersten betroffen. Auf sie entfallen 90% aller Malaria-Todesfälle, zwei Drittel der HIV-Infizierten und fast ein Drittel der weltweiten TB-Fälle. Doch auch in Asien, Lateinamerika und Osteuropa sind vor allem Aids und Tuberkulose wachsende Bedrohung.
Aufklärung in den Dörfern
Für all diese Infektionskrankheiten gilt: Sie sind vermeid- und behandelbar. Voraussetzung ist, dass die Menschen über Ansteckungswege Bescheid wissen und Zugang zu Medikamenten und andern Hilfsmitteln haben.
Genau darum kümmert sich das Rote Kreuz. Es schult Freiwillige, die in ihren Dörfern informieren, wie man sich vor Ansteckungen schützen kann. Bei Aids stehen je nach kulturellem Umfeld Präservativen und das Sexualverhalten im Vordergrund, aber auch der Kampf gegen Diskriminierung und die Information über Behandlungsmöglichkeiten.
Moskitonetze retten Leben
Bei Malaria ist die Verwendung von Moskitonetzen vordringlich, die regelmässig mit Insektiziden behandelt werden. Das Rote Kreuz gibt sie den Menschen zu günstigen Preisen ab. Bei der hoch ansteckenden Tuberkulose ist es besonders wichtig, die Krankheit rasch zu erkennen und zu behandeln.
Aids und TB gemeinsam bekämpfen
Durch Aufklärung lernen die Menschen, sich vor Krankheiten zu schützen und im Fall einer Ansteckung richtig zu reagieren. So können viele Leben gerettet werden. Das SRK bietet auch Therapien an. In Swasiland, Kenia und Bangladesch spielt es bei der Aids-Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten eine Vorreiterrolle. Weil TB häufig zusammen mit Aids auftritt, werden die beiden Krankheiten gemeinsam behandelt.